burgholzhausen/ Juni 27, 2019

Alle Jahre wieder? Nein, nicht ganz. Diesmal stand er zwei Jahre und acht Tage unbeschadet an Ort und Stelle. Doch gestern in den Abendstunden vernahmen Anwohner im alten Ortskern einen lauten Krach. Der Blick aus dem Fenster an der Kreuzung Ober-Erlenbacher Straße / Alt Burgholzhausen verriet die Ursache und rief Anwohner auf die Gass. Einer der beiden “Grenzsteine”, die den Eingang zum alten Ortskern säumen, war komplett umgefahren. Ein regelrechter kleiner Krater war in die Straße gerissen worden. An dieser Stelle gilt eigentlich Schrittgeschwindigkeit für die Autofahrer.  Eine PKW-Fahrerin fuhr mit mutmaßlich überhöhter Geschwindigkeit, aus der Königsteiner Straße her kommend, in die Kurve und überfuhr dabei den Poller. Zunächst fuhr sie weiter, konnte aber später mit Hilfe der Ordnungspolizei ermittelt werden.

Holzhäuser Stein des Anstoßes 2019

Der Begrenzungsstein wurde komplett aus der Verankerung gerissen. (Foto: P. Pepelnik)

Mitarbeiter der Stadt Friedrichsdorf waren am Donnerstagmorgen gleich vor Ort, um die Gefahrenstelle unverzüglich zu beseitigen und den Grenzstein wieder neu einzusetzen. Autoteile lagen noch vor Ort. Ein Mitarbeiter berichtete, dass sie insgesamt bereits fünf mal den Stein neu setzen mussten, meist jedoch nach Rangier- oder Einparkfehlversuchen.

Die zwei “Grenzsteine” am Eingang zum alten Ortskern erinnern an das Untertor, das in früheren Zeiten an dieser Stelle stand. Dort wurde damals der Wegezoll einkassiert auf der Handelsstraße nach Mainz, die durch Burgholzhausen führte. Heute laden sie die Verkehrsteilnehmer zum verlangsamten Fahren in den alten Ortskern ein.

Stein des Anstoßes

Die Gefahrenstelle wird umgehend beseitigt und der Stein neu gesetzt.

Stein des Anstoßes

Steht wie eine eins, der Holzhäuser Stein des Anstoßes. Wieder.