Der Garagen-Flohmarkt Burgholzhausen öffnete idyllische Höfe und weckte bei sonnigem Vorfrühlingswetter einen Kauf- und Flanierrausch bei den Besuchern. Ein charmanter Dorfflohmarkt wie aus dem Bilderbuch.
Plüschtiere lassen viele Kinderherzen höher schlagen, das ist bekannt. Gibt es aber eine Regel, die sagt: Je größer das Kind, desto größer das Plüschtier? Gestern gewann der riesengroße Pinguin jedenfalls das Rennen, war er größer als das Mädchen, das ihn strahlend und leicht verschwitzt die Haingasse hochschleppte. Der Original Lind-Hase mit einem Ladenwert von 150 Euro verweilte zu dem Zeitpunkt noch am Flohmarkt-Stand in der Haingasse und wartete auf das nächste Kinderherz.

Der Pinguin ist größer als die neue Besitzerin, die ihn für das Foto kräftig in die Luft stemmt.
Die Landfrauen Burgholzhausen, die zusammen mit dem TV Burgholzhausen, zum zweiten Mal den Garagen-Flohmarkt Burgholzhausen organisierten, scheinen eine feste Vereinbarung mit dem Wetterfrosch zu haben: Erneut gab’s am Sonntag wie bestellt bestes Wetter zum Dorfflohmarkt, die Sonne lockte die Leute nach draußen. Die warme Jacke musste man schon noch dabei haben oder eine an einem der vielen Kleidungsangebote in den Höfen ergattern.
Die Stimmung in den Höfen war durchweg gut, man traf auf gutgelaunte und freundliche Verkäufer-Teams und unzählige Flohmarkt-Besucher, die eifrig aufs Handy schauten, um den besten Rundweg zu den Ständen zu entdecken. Die digitale Karte hat diesmal funktioniert und die Laufzettel unterstützen bestens bei der Suche nach dem Weg durch Burgholzhausen. Das Angebotsspektrum an den Ständen reichte von Motorrad, Haushaltswaren, Bulli-Fotos, Gemälden, Kinderbekleidung, Spielzeug, Puzzle und unzählige alte Schätzchen: Kaffeemühle, Butterfass und jede Menge mehr ließen das Herz höher schlagen. Es gab eigentlich nichts, was es nicht gab. Allein das Bummeln und Betrachten der richtig nett dargebotenen Waren und das Anschauen der Innenhöfe machte gute Laune, wenn auch die Füße irgendwann nach Kühlung riefen. Aber der Dorfflohmarkt war auch ein Tag der Gespräche.
Spielkonsolen, Goldschmuck und Uhren waren bei den Profijägern schon vor Öffnung gefragt. Mit Rollern waren viele unterwegs, die ersten standen wohl schon gegen 8 Uhr an den Hoftoren und überfielen die Aussteller beim Aufbau. Der offizielle Beginn war erst gegen 11 Uhr. Die Landfrauen-Kuchen waren gegen 14 Uhr längst ausverkauft, auch das herzhafte Angebot beim TVB wurde von Hotdogs irgendwann in Wienerle und später auf Rindswurst und ein paar einsamen Brezeln reduziert. Nehmen wir es als gutes Zeichen für ein guten Zulauf beim Dorfflohmarkt 2026. Vor der Alten Schule hätten noch weitere Standbetreiber Platz gefunden, kurzfristig hatten sich gleich mehrere für einen Platz in der Turnhalle umentschieden. Die Organisatorinnen hatten im Vorfeld alle Hände voll zu tun, um alle Anfragen und Wünsche der Teilnehmenden zu beantworten. Die Landfrauen können definitiv stolz auf einen erfolgreichen und geschäftigen Tag zurückblicken.

Passanten im alten Ortskern unterwegs von einem Flohmarktstand zum nächsten.
Was sagen die Verkäufer, waren sie zufrieden? Einige sehr, andere meinten, wir hatten Spaß, deshalb haben wir mitgemacht. Ein Vater grinste beim Einräumen ins Auto mit Blick auf den Filius: Wir haben wenigstens nicht mehr mitgenommen als wir heute morgen dabei hatten. Und von vielen hörte man, in zwei Jahren sind wir gerne wieder dabei! (SN)
Macht Euch selbst ein Bild!










































































