Ungewöhnliche Fundstücke bei der Bachreinigung am Erlenbach in Burgholzhausen. 25 Helfer und Helferinnen beteiligen sich beim Frühjahrsputz.
Da kam so manches „Dings vom Bach“ zum Vorschein, wo man erst überlegen musste, was es ursprünglich war. Eins hatten die Fundstücke alle gemeinsam: sie gehören nicht in die Natur. 25 Personen waren am Samstag früh um 9.00 h am Parkplatz am Sauerborn zusammengekommen, um den Erlenbach und seine Auen in der Burgholzhäuser Gemarkung von der Autobahn bis fast nach Ober-Erlenbach abzulaufen und von Unrat zu befreien. Helmut Blahak von den Bachpaten begrüßte die freiwilligen Helferinnen und Helfer, gab die Einweisung, verteilte Müllsäcke und Handschuhe und sorgte später mit Gerhard Kreis für die Verköstigung in der Alten Schule. Erbsensuppe und Würstchen gab es als kleines Dankeschön.

Helmut Blahak von den Bachpaten erklärt den Ablauf.

Das diesjährige Freiwilligen-Team bei der Burgholzhäuser Bachreinigung (nicht alle wollten mit auf das Gruppenfoto). Die Müllsäcke passen farblich bestens zum stahlblauen Himmel.

Das Dings vom Bach – hier musste man echt rätseln. War es vielleicht einmal ein Sektglas?
Die Bilder sprechen leider für sich. Neben den zu erwartenden Plastiktüten, Zigarettenkippen (auch Einmal-E-Kippen), Flaschen und Dosen fanden sich wieder einige Dinge, die man nicht unbedingt erwartet. Das größte Fundstück war wohl eine verrostete Deichsel. Gleichzeitig wurden auch Gitter an den Zuläufen zum Bach gereinigt, damit es nicht zu Stauungen kommt. Andere Helfende bewegten sich am Uferrand, um Kleinteile aufzusammeln. Obwohl die Brombeerhecken wegen der Wildschweine stark gerodet wurden, musste man ein wenig Acht geben, damit man nicht mit der Kleidung im Gebüsch hängenblieb. Eins hatten alle aus dem Helferteam gemeinsam – sie wurden leider fündig und die Mülltüten füllten sich an mancher Stelle schneller als es einem lieb war. Durch die gemeinsame Reinigung des Erlenbachs konnte einiges an Unrat ordentlich entsorgt werden, was rücksichtslose Mitmenschen einfach liegen lassen oder wegwerfen. Dinge, die nicht oder nur langsam verrotten, zum Schaden der Kleintiere und Vögel beitragen oder schlicht die Umwelt langsam vergiften.
Aber schaut selbst in die Fotogalerie.
Die Bachpaten überlegen, im kommenden Jahr die Bachreinigung in Burgholzhausen vom Frühjahr in den September zu verlegen, ähnlich wie in Köppern. Die Wetterbedingungen Ende Februar wie auch jahreszeitlich bedingtes Hochwasser erschweren die Terminfindung Ende Februar kurz vor Beginn der Brutzeit. In diesem Jahr erteilte die Untere Naturschutzbehörde eine Sondergenehmigung für den Termin am 7. März 2026. Der neue Termin für das kommende Jahr wird rechtzeitig in den Medien bekanntgegeben. Leider wird die Bachreinigung wohl auch dann wieder notwendig sein. Dabei wäre es so einfach, wenn jeder seinen Abfall einfach mitnimmt und daheim im Hausmüll oder im Wertstoffhof entsorgt. Selbst die Abholung von Sperrmüll ist in Friedrichsdorf kostenfrei. (SN)
























