burgholzhausen/ Dezember 2, 2018

Weihnachtsbaum aufstellen – ist das nicht immer wieder das Gleiche? Rein in Erde, Schmuck dran, fertig? Theoretisch schon, manchmal erwächst daraus auch eine kleine Challenge. Der Burgholzhäuser Vereinsring hat die Herausforderung gerne angenommen, damit der Freie Platz den Ortskern in der Advents- und Weihnachtszeit noch heimeliger macht als er ohnehin schon ist. Alle schwärmten noch von dem traumhaften Baum im vergangenen Jahr, der Traummaße hatte und wie gemalt war, während der Maibaum oder Vereinsbaum von einigen starken Männern abgebaut wurde. Die Wolken hatten sich sogar teilweise verzogen und blauer Himmel schaute hie und da hervor. Die Kisten mit alten und neuen Geschenkpaketen und Sternen hatte die Feuerwehr schon aus ihrem Keller geholt und bereitgestellt. Kaffeetassen und Kuchen wurden vorbereitet. Gabelstaplerfahrer Jürgen war mit seinem Gefährt pünktlich da. Sabine freute sich “Ah, da ist ja mein Korb.” Gelächter. Gemeint war der Transportkorb, in dem in jedem Jahr ein(e) Freiwillige(r) vom Gabelstapler aus in die Höhe gehoben wird, damit der Strohengel auf die Baumspitze gesetzt und auch die oberen Äste schön geschmückt werden können. Die Wer-ist-schwindelfrei-Frage war also flott geklärt.

Der neue Baum wartete noch im Netz verpackt auf seinen Auftritt im ausrangierten Feuerwehrauto. Und der kam und als er grob in das Standloch eingesetzt war und die Äste entfaltete, kamen mit ihm die Ausrufe der anwesenden Vereinsmitglieder und Burgholzhäuser*innen. “Owei!” “Wer hat den denn besorgt?” “Was ein Krüppel”. “Da fehlt ja die Hälfte”. Tatsächlich war der Baum auf einer Seite wunderbar ausladend und buschig gewachsen, auf der anderen Seite wirkte er wie verkürzt und hatte im unteren Bereich einfach keine Äste! Wenn man zur Spitze aufschaute, wirkte er gerade, blickte man am Stamm entlang nach unten, entdeckte man eine Krümmung. Da half auch Drehen und Wenden nichts. Ein kurzes nachdenkliches Innehalten und dann? “Das ist halt Natur!!” “Was sollen wir denn mit einem 1-A-Baum? Das kann doch jeder.” Challenge angenommen!

Weihnachtliches Burgholzhausen

Auf der rechten Seite sind die Äste einfach kürzer.

Mit Hilfe von Fichtenmoped und Spezialbohrer wurden erst Äste weggenommen und dann an anderer Stelle kurzerhand wieder eingesetzt. Wozu hat man denn sonst einen Zimmermann im Vereinsring, gell Jens? Inzwischen montierte Elektriker Björn die funkelnagelneue Lichterkette, in die der Vereinsring in diesem Jahr investiert hatte. Jeden Abend ab 16.30 Uhr erleuchtet sie im Advent den Freien Platz und den Burgholzhäuser Weihnachtsbaum. Etwas erweitert werden muss sie in der kommenden Woche noch, damit auch der untere Teil des Baums mit Lichtern beleuchtet wird.

Die Finger waren inzwischen klamm geworden, obwohl es mit 8-9 Grad ja gar nicht so kalt war. Aber es gab Kaffee und Tee zum Aufwärmen und selbstgemachten Kuchen zur Stärkung. Die Glühweinspende wurde in diesem Jahr sehr vermisst! Einmal kurz Kehren und endlich ging es an die Deko und an Sabines jährliche Korbfahrt. Andere griffen sich die Geschenkpäckchen und Dekosterne und schmückten von unten. Die Holzsterne, die im Kinderhort in der Peter-Geibel-Straße vor einigen Jahren gebastelt wurden, sind immer noch schön und können verwendet werden. Ruckzuck war der Baum geschmückt und die ersten Kameras gezückt!

Danke an alle Helfer- und Helferinnen der Burgholzhäuser Vereine, die in diesem Jahr wieder kräftig mitgeholfen und den Burgholzhäuser Weihnachtsbaum zum Strahlen gebracht haben.

Und …während die einen den Baum stellten, waren zwei Männer mit großen Schildern an den Ortsausgängen unterwegs. Danke, Alex und Helmut, für das Aufhängen der Ankündigungsschilder für die Burgholzhäuser Weihnacht am 4. Adventssonntag.

Der Vereinsring Burgholzhausen wünscht allen Burgholzhäusern eine schöne Adventszeit!

Gerne dabei gewesen? In der Bildergalerie gibt’s Impressionen vom Nachmittag. Einfach ein Bild anklicken und schon wird es vergrößert.